Der Mann mit der «unsichtbaren Hand»
NZZ, Juni 2023. Karen Horn entzaubert die Irrtümer, die über den schottischen Aufklärer Adam Smith im Umlauf sind
Quelle
| Format | Veröffentlichung | Link |
|---|---|---|
| Artikel | 2023 | https://www.nzz.ch/feuilleton/der-mann-der-unsichtbaren-hand-was-adam-smith-wirklich-wollte-ld.1740423 |
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Interessant
300 Jahre nach seiner Geburt ist Adam Smith ein Opfer seines Ruhms. Er war ein grosser Liberaler – aber moderater, realistischer und egalitärer, als das Klischee es will.
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Was Smith schrieb, kann man nur dann in den falschen Hals bekommen, wenn man glaubt, das Werk nicht als Ganzes studieren zu müssen – sondern es nur als Stichwortgeber und Zitatensteinbruch benutzt.
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Als Ausgangspunkt denkt er die Menschen als natürlich Gleiche, versehen mit zwei Antrieben, der Eigenliebe und der Nächstenliebe. Sie gilt es in eine Balance zu bringen. Darin erweist er sich als Realist: Beide Antriebe erfüllen einen wichtigen Zweck, solange sie nicht ausser Kontrolle geraten.
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In den letzten Teilen des «Wealth of Nations» bringt Smith seine beissende Kritik an Regierenden vor, die den Partikularinteressen gieriger Kaufleute entsprechen und deren Eigenliebe ausser Kontrolle geraten lassen. Zu ihrer Verschwörung gegen die Allgemeinheit sollte der Staat nicht noch die Hand reichen: Weg also mit den Bevorzugungen, die einer mächtigen Gruppe Gewinne zuschanzen und den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungsprozess unterbinden
Adam Smith schlug progressive Steuern vor und sorgte sich um die Misere der Armen.
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Konzepte 'Chimp/Bee' und' 'Eigenliebe/Nächstenliebe' ähneln sich Wikipedia.de: Unsichtbare Hand Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung
