Grundlagen einer relevanten Ökonomik
Heiner Flassbeck offenbart die Mängel der Neoklassik und schafft das Fundament für eine Ökonomie, die im Einklang mit der Realität steht. Flassbecks Lebenswerk.
Inhalt
Quelle
| Format | Veröffentlichung | Link |
|---|---|---|
| Buch | 2024 | https://westendverlag.de/Grundlagen-einer-relevanten-OEkonomik/1627 |
Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2024. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).
Interessant
Einleitung
Weil die Suche nach Marktlösungen das Forschungsinteresse der Ökonomen beherrscht, neigen sie dazu, die wirkliche Welt durch Modelle zu ersetzen, in denen Angebot und Nachfrage sowie die ihnen entsprechenden Preise alle wichtigen Probleme lösen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gerät darin zum absolut dominierenden methodischen Instrument. Nur solche Vorgänge, die sich mit der Methodik eines Marktgleichgewichts abbilden lassen, können überhaupt wissenschaftlich erfasst werden. Das führt dazu, dass die Ökonomen nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders unter Zuhilfenahme «geeigneter» Annahmen so modellieren, dass sie in ihre Methodik passen. Ob die Annahmen sich noch ausreichend nahe an der Wirklichkeit bewegen, um gehaltvolle Aussagen aus ihnen ableiten zu können, ist für den «Erfolg» der Forschung nicht entscheidend. Schwache empirische Bestätigungen lassen sich auch für Modelle finden, die nachgerade nichts mit den realen Abläufen zu tun haben, solange man «geeignete» ökonometrische Methoden einsetzt. Findet man im Umfeld der Gleichgewichtslehre durchweg nur schwache empirische Belege, legitimiert das jedes Ergebnis, weil man den Mangel an stärkerer Evidenz einfach der «Komplexität» des Forschungsobjekts zuschreiben kann.
