Heinrichsgeist

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Mentales Modellieren
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Maurice Höfgen

Jung & Naiv: WIRTSCHAFTSBRIEFING 21. August 2023

Kinderarmut, Koalitionszoff, Sondertöpfe

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Podcast 2023 Jung & Naiv

Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2023. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).

Interessant

Thema Kinderarmut, es eine aktuelle Studie vom DIW Econ im Auftrag der Diakonie. Ab Minute 123: Ausschnitt der Pressekonferenz, in der Marcel Fratscher mit vier Mythen aufräumt:

  1. Kindergrundsicherung ist ein höchst effektives Instrument (alle wissenschaftliche Evidenz belegt das), das Geld verpufft nicht. Mit dem Szenario 100 EUR mehr würden ca. 450 000 Kinder aus der Armut geholt werden.
  2. Idee, dass Invest in Bildung und KiTas besser sei als in Kindergrundsicherung ist ein unvernünftiges gegeneinander Ausspielen - es geht nicht um entweder/oder, sondern um sowohl/als auch. D.h. sowohl Angebote schaffen als auch Teilhabe ermöglichen.
  3. Es fehlt kein Geld für Kindergrundsicherung: Die Folgekosten eines Nicht-Invests (geschätzt 100-120 Mrd. EUR) sind um ein Vielfaches höher als der Invest (auch im Szenario mit 24 Mrd. EUR). Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht ist Kindergrundsicherung ein finanziell lohnender Invest. Obendrauf entsteht positiver, nicht monetärer Nutzen: Lebenszufriedenheit, sozialer Friede, gesellschaftlicher Zusammenhalt.
  4. Der Sozialstaat ist technisch in der Lage, ein Programm zur Kindergrundsicherung zielgenau aufzusetzen - Voraussetzung ist der politische Wille dazu. Erforderlich sind Veränderungen im Sozialstaat, weg von einer Holschuld der Bürger, hin zu einer Bringschuld des Staates, sodass die Leistungen bedarfsgerecht ankommen.

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