Fünf Mythen zur Kinderarmut
und Kindergrundsicherung. Blogbeitrag in der Zeit als Reaktion auf neue Argumente des Finanzministers gegen eine umfangreiche Kindergrundsicherung
Quelle
| Format | Veröffentlichung | Link |
|---|---|---|
| Artikel | 2023 | https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-08/kinderarmut-kindergrundsicherung-christian-lindner-migration-soziale-ungleichheit |
Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2023. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).
Interessant
Definition relative Armut ist auf Median des Einkommens bezogen (somit kann relative Armut komplett ausgemerzt werden). Statistischer Effekt: Mit Flüchtlingskrise gab es deutliche Zuwachs der unteren Einkommensgruppen. Per Definition sind Familien damit über die 60% vom Median gerutscht, dass es damit eine Besserung gegenüber 2015 gäbe ist eine Fehlinterpretation:
Dies heißt lediglich, dass sie in der Einkommensverteilung der Gesellschaft nun nicht mehr ganz unten sind. Wegen der Corona-Pandemie, steigender Mieten und hoher Inflation deutet einiges darauf hin, dass viele der deutschen Familien, die aus statistischen Gründen seit 2015 aus der Armut gekommen sind, ihren Lebensstandard nicht verbessern konnten – und es somit auch kein Grund für Zufriedenheit bei der Entwicklung der Kinderarmut in Deutschland geben kann.
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Der vierte Mythos: Die Migration und Zuwanderung von Geflüchteten sei verantwortlich für den Anstieg von Kinderarmut. Dieses Argument ist unabhängig davon falsch, dass es für einen Staat und für eine Gesellschaft völlig irrelevant sein sollte – moralisch, sozial und wirtschaftlich –, welche Hautfarbe, Religion oder Herkunft ein Kind hat.
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Ergänzung zu Fratschers Klarstellung die besprochen wurde in Jung & Naiv: WIRTSCHAFTSBRIEFING 21. August 2023, es gibt neue Aspekte.
