Leserbrief zu 'Der Teufel schießt immer auf den größten Haufen'
Eingereicht am 17.12.2023 an leserbriefe@zeit.de
Referenz
Der Teufel schießt immer auf den größten Haufen
Leserbrief
Der Superliga-Streit ist primär ein Wirtschaftskrieg um die Abschöpfung der garantierten Profite eines künstlich aufgeblähten Marktes. Es ist egal, wer da gewinnt – auch bei einer Superliga würden sich Strukturen zur Machtsicherung bilden, die auf Dauer in die sportliche Langeweile führen. Echte Abwechslung bedarf des Aufbrechens solcher Strukturen, sodass sportlicher Erfolg nicht garantiert zusammengekauft werden kann, sondern prinzipiell jedem Verein offensteht, wenn Fleiß, Geschick, Begeisterung und eine Portion Glück zusammenkommen. Der Staat könnte dazu Amateursport und kleine Vereine mit Profiambitionen fördern und sich gleichzeitig aus TV-Verwertungen zurückziehen. Dadurch würde der Markt nicht mehr künstlich verzerrt (Zeit NR. 22/2023 Tore im Abseits), und interessante Spiele der geerdeten Spitzenvereine wären im Pay-TV oder in der Eckkneipe zu sehen. Regionalspiele wären hochklassiger und eine attraktive Alternative, die live im kleinen Stadion erlebt werden können.
