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DIE ZEIT | Angus Deaton

Es wird Alles in Geld gemessen

Artikel in Zeit online 5.11.2023, in dem der Nobelpreisträger Angus Deaton der Wirtschaft vorwirft, den Menschen zu vernachlässigen.

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Artikel 2023 https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-11/angus-deaton-oekonom-wirtschaftsnobelpreis-forschung/komplettansicht

Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2023. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).

Interessant

Bezüglich einer Publikation aus 2015 von Deaton und seiner Frau Anne Case:

Während die Sterberate fast aller ethnischen Gruppen in den USA sinke, gehe sie für weiße, mittelalte Amerikaner nach oben. Getrieben werde dieser Trend durch Suizid, Drogenüberdosen und Alkoholmissbrauch, insbesondere unter Menschen ohne Universitätsabschluss. “Tode der Verzweiflung” nannten Deaton und Case das Phänomen

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Beispiel Handel: Jedes Erstsemester im Volkswirtschaftsstudium lerne, dass freier Handel positiv sei, sagt Deaton. “Schließlich sorgt er dafür, dass es Gesellschaften insgesamt besser geht”, heiße es. Allerdings produziere der Abbau von Handelsbarrieren immer auch Verlierer. Deshalb wäre es sinnvoll zu fragen, ob die Disruption, die etwa der Abbau eines Schutzzolls mit sich bringe, den größeren Effizienzgewinn tatsächlich wert sei. Angesichts eines weltweit insgesamt niedrigen Zollniveaus sei eine solche Frage durchaus berechtigt, doch für viele Ökonomen stelle sie sich schlicht nicht. “Die Volkswirtschaftslehre misst alles in Geld”, sagt Deaton. “Doch dabei ignoriert sie zu oft die Zerstörung von Gemeinschaften oder den Verlust von Jobs.”

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