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Journalismus | Übermedien

Medien haben die Brisanz der Schuldenbremse zu spät umrissen

Übermedien.de Kommentar von Matthias Ubl, 29.12.2023

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Artikel, Kommentar 2023 https://uebermedien.de/90891/medien-haben-die-brisanz-der-schuldenbremse-zu-spaet-umrissen/

Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2024. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).

Interessant

Kritische Stimmen zur Schuldenbremse hörte man 2009 kaum. Eine Ausnahme war der Ökonom Sebastian Dullien, der heute das Institut für Makroökonomie und Konjunktur (IMK) in Düsseldorf leitet. Dullien bezeichnete es im Februar 2009 – kurz nach der Einigung der großen Koalition über die Schuldenbremse – im „Spiegel“ als „erschreckend“, „wie wenig ökonomischer Sachverstand“ in die politische Debatte um die Schuldenbremse eingeflossen sei.

In seinem Kommentar stellte er in Frage, ob Schulden ein grundsätzliches Problem seien. „Kaum ein erfolgreiches Unternehmen expandiert ohne Kredite“, schrieb Dullien. Warum sollte sich der Staat also künstliche Regeln zur Begrenzung seines Budgets auferlegen?

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Das Problem mit der Erzählung von der Überschuldung ist allerdings, dass sie einer wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Seit einigen Jahren wird die Rolle der Staatsverschuldung in den Wirtschaftswissenschaften anders bewertet als noch in den Nullerjahren.

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