Jung & Naiv #719 - Andreas Püttmann
Politologe Andreas Püttmann über Konservative, Rechte, CDU & AfD
Quelle
| Format | Veröffentlichung | Link |
|---|---|---|
| Podcast, Interview | 2024 | https://jung-naiv.podigee.io/992-719-politologe-andreas-puttmann-uber-konservative-rechte-cdu-afd |
Wahrgenommen von Heinrichsgeist: 2024. Zitate auf dieser Seite beziehen sich auf diese Quelle, sofern nicht anders gekennzeichnet (Zitationszweck: Anschauliche Hervorhebung ausgewählter Passagen).
Interessant
Verlust des “C”
Andreas Püttmann sieht sich als christlich-konservativ geeicht. Er trat aus der CDU aus, weil für ihn in der Partei “das Christliche” abhandenkam, er beobachtet eine jahrzehntelange Entchristlichung. Merkels Migrationspolitik 2015 hat ihn aber wieder etwas versöhnt. Die aktuelle CDU Führung durch Merz und Linnemann sieht er sehr kritisch (Verlust politischer Klugheit).
Strömungen in der CDU
Püttmann sieht drei Strömungen innerhalb der Partei (ab 01:03)
- die Wirtschaftsliberalen, die die CDU als eine Art große FDP betrachten (ausgenommen einige soziokulturelle Aspekte)
- die Nationalkonservativen (ähnlich früherer Weimarer Prägung) mit den Leitwerten Arbeit, Familie, Vaterland
- die Christdemokraten (christliche Volkspartei der Mitte) betrachten, mit den Leitwerten Glaube, Liebe, Hoffnung
Die nationalkonservative Strömung fungierte einstmals als Steigbügelhalter der NSDAP und verhielt sich nach dem Zweiten Weltkrieg viele Jahre ganz still.
Verhältnis zur AfD
Püttmann sieht die Werteunion als eine AfD innerhalb der CDU. Er meint, die Übernahme der AfD-Positionen stärke letztendlich die AfD.
Man kann ein Stinktier nicht überstinken
