Heinrichsgeist

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Mentales Modellieren
Geändert: 2025-08-25-54013f5

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GSN Kernsymbole

BehauptungUnter-BehauptungUnter-BehauptungArgumentationsstrategieRechtfertigungNachweis/EvidenzNachweis/EvidenzNachweis/EvidenzJKontextAnnahmeAwird gestützt durchim Kontext von

Funktionsweise und ideale Verwendung

Die GSN ist ein Werkzeug mit dem in der Industrie Argumentationen geführt werden, beispielsweise um lückenlos und überzeugend darzulegen, warum ein System vom Betreiber als sicher erachtet wird. Die GSN lässt sich universell (auch außerhalb des industriellen Kontexts) verwenden, um Klarheit in die logische Struktur einer Argumentation zu bringen, die eine Behauptung bis auf die zugrunde liegende Evidenz nachverfolgbar zurückführt. Das Argument wird dabei in Einzelteile zerlegt, diese werden dann in ihrem Zusammenwirken visualisiert. So kann der rote Faden herausgearbeitet werden, sofern denn einer vorhanden ist. Hilfreich ist das etwa dann, wenn kein schriftliches klares Argument vorhanden ist, oder wenn man Schwierigkeiten dabei hat, die eigene Behauptung für sich selbst oder gegenüber Anderen nicht überzeugend “auf den Punkt” zu bringen.

Zur Klarheit gehört insbesondere auch die Offenlegung verwendeter Annahmen, Begründungen, Definitionen und anderer Kontextinformationen. Hierfür stellt die GSN Blöcke für Kontextinformationen bereit, die stets seitlich von den Argumentationsfäden abgespreizt und mit hohlen Pfeilenden gekennzeichnet werden. Die Argumentationsfäden selbst verlaufen vertikal (von oben nach unten gerichtet) und können bei geschickter Nutzung prägnant formuliert werden.

Ein mit GSN aufgebauter Argumentationsbaum kann Argumentationsschächen kaum verstecken, er ist angreifbar. Genau darin liegt die Stärke dieses Werkzeuges. Man kann direkt auf Inkonsistenzen oder unplausible Annahmen zeigen, den Finger gezielt in die Wunde legen. Verschleierungen und andere rhetorische Ablenkungsmanöver sind damit wesentlicher schwieriger möglich als beim gesprochenen Wort oder geschriebenem Text (zu rhetorischen Kunstgriffen siehe auch DLF Hörsaal - Unfaire Rhetorik erkennen und vermeiden).

Wichtig ist, das strukturierte Argument nicht statisch zu verwenden, d. h. einmal aufzubauen und dann als fertig zu betrachten, wie etwa ein Gemälde. Es sollte vielmehr durch intensives kritisches Hinterfragen aus möglichst vielen unterschiedlichen Perspektiven kontinuierlich auf Schwächen hin abgeklopft werden. So lassen sich Handlungsfelder zur besseren Zielerreichung entdecken, die dann - sofern in Angriff genommen - wiederum zur Stärkung des Arguments führen. Ergänzungen oder Umbaumaßnahmen sind denkbar, aber selbst ein Komplettverwurf wäre mögliche, wenn sich etwa fundamentale Annahmen als falsch herausstellen. Ein starker Argumentationsbaum will gepflegt werden und sollte als organisch und wachsend behandelt werden.

Ein strukturiertes Argument kann im Diskurs als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Dabei ist eine aufrechte kritisch-rationale Haltung wichtig: Nicht mit allen Mitteln Andere überreden zu wollen, sondern sich selbst in Begegnung mit Anderen der Wahrheit anzunähern. Daraus erwachsen zunehmend überzeugende Argumente.

Beispiel

Ein Beispielargument in der GSN für “GSN adds value to arguments and thus contributes to the goal of finding the truth” findet sich unten im Beitrag Kritik an GSN Kritik

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