Erklärung
Hier wird der Kauf Waschmaschine von einer Privatperson kreditfinanziert. Es kann so modelliert werden, dass die Bank direkt den Kaufpreis beim Maschinenhändler bezahlt (d.h. Entität Maschinenhändler und Maschinenkaufvertrag ist nicht dargestellt). Beim Abschluss des Kreditvertrags verlängert die Bank ihre Bilanz auf beiden Seiten, es wird auf dem Konto des Gläubigers ein Buchgeld-Guthaben gutgeschrieben, d.h. Geld geschöpft.
Wichtig: In diesem Modellfall, wo die Bank nur einen Kunden und einen Kreditvertrag hält, da muss die Bank den Kaufpreis direkt mit Zentralbankgeld ausgleichen, d.h. auf das Zentralbankkonto der Geschäftsbank des Maschinenhändlers überweisen. Es ergibt sich für die Bank kein Vorteil aus der Buchgeldschöpfung. Der praktische Vorteil ergibt durch Skalierung: Mit steigender Anzahl von Kunden und Transaktionen steigt die Wahrscheinlichkeit nicht über’s Zentralbankkonto ausgleichen zu müssen. Daher ist die von der Bank geschöpfte Geldmenge in der Regel größer als ihr Zentralbankgeld (Kontostand bei der Zentralbank und Bargeldreserven) - und variabel. Denn das selbst geschöpfte Geld wird auch wieder vernichtet.
Modell
Das Modell ist eine abgeleitete Instanz von abstrakteren: Die Bilanz und der Vertrag.
