Modell
Im Modell werden einfache Bilanzen von Inland und Ausland gegenübergestellt und die Effekte von Import und Export beschrieben. Aktiva und Passiva werden nicht links-rechts- sondern unten-oben-gerichtet dargestellt. Damit werden Überschneidungen von Pfeilen vermieden und damit Eingängigkeit erhöht.
Exporte
Der Export von inländisch produzierten Gütern ins Ausland (oder allgemein in 1..n verschiedene Ausländer) wird als Passivposten in der inländischen Bilanz modelliert. Deutlich wird dies in spezifischer Situation, wenn Verträge die Verbindlichkeit von Lieferungen festschreiben. Allgemein gilt, dass durch Export dem Inland ein materieller Wertverlust entsteht, der ausländische ökonomische Assets bedient (Konsumquelle, Infrastrukturaufbau etc.).
Beim Export wird digital bezahlt, d.h. die ausländische Schuld ggü dem exportierenden Inland erhöht sich um gleich Betrag wie dessen Devisen steigen. Das entspricht der gerichteten Übertragung einer finanziellen Schuld von einem Konto auf ein anderes (in früheren Zeiten hätte man vielleicht Gold transportiert).
Importe
Beim Import ist es andersrum, die inländische Volkswirtschaft profitiert materiell und muss zum vereinbarten Gegenwert finanzielle Schuldverschreibungen ausstellen - typischerweise in inländischer Währung (USA importiert Waren und die Handelspartner bekommen dafür Dollarschuldverschreibungen der USA).
Hinweis: Die Möglichkeit einen externen Handelspartner zu haben ist keine Selbstverständlichkeit und wird hier als Aktivposten modelliert.
Clearing
Hier ist jetzt die Betrachtung auf 1:1 Beziehung mit einem Ausland gerichet. Im allgemeinen gibt es bidirektionale Handelspartnerschaft. Jede Partei verrechnet Ausschlandsschulden mit Devisen (ggü. dem betrachteten Partnerland. Dies geschieht durch die jeweilige Zentralbank). In Summe bleiben dem Einen Devisen, und dem Anderen Schulden:
Wichtig: Schulden und Devisen sind gleich groß!
Leistungsbilanz
Eine Importnation (wie die USA) versorgt seine heimische Wirtschaft kontinuierlich mit ausländischen Gütern. So entsteht ein Leistungsbilanzdefizit (jährlich in US-Dollar gemessen), während die fleißig exportierenden Partner ihre Devisen in US-Dollar erhöhen. Die Auslandsschuld in dem betrachten Jahr erhöht sich um das Leistungsbilanzdefizit.
Genau andersherum ist es bei einer Exportnation (wie bspw. Deutschland. Nicht dargestellt). Sie häuft netto Devisen an und versorgt ausländische Volkswirtschaften mit Gütern.
